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Gefühle

Hallo meine Lieben!

Etwas worüber man mit Kindern nicht oft genug sprechen kann, sind Gefühle. Nicht nur Erwachsene, auch viele Kinder haben oft Probleme damit, ihre Gefühle zuzuordnen und auszudrücken. Zu Beginn spreche ich im Sitzkreis mit den Kindern darüber, welche Gefühle sie denn kennen und wann man diese verspürt. Danach arbeite ich gerne mit Bildkarten, auf denen unterschiedliche Gefühle zu sehen sind. Welches Gefühl könnte dieses Kind gerade spüren? Habt ihr dieses Gefühl schon einmal selbst gespürt? Wenn die Kinder möchten, dürfen sie dann auch von Erlebnissen, die sie mit diesem Gefühl in Verbindung bringen erzählen. Gefühle wie Trauer und Glück können die Kinder schnell an der Mimik erkennen, es gibt aber viele Gefühle, bei denen es den Kindern schwer fällt, diese zu deuten. Gerade deshalb arbeite ich gerne sehr intensiv mit Bildkarten und Erfahrungen zu diesem Thema, um die Empathie der Kinder zu wecken und sie dazu zu ermutigen, sich in dieses Gefühl hineinzufühlen.

 

Passend dazu habe ich auch einige Gesprächsanlässe, die ich dann gerne mit den Kindern durcharbeite. Zuerst bekommen sie von mir den Gefühle-Würfel von mir, mit dem sie in kleinen Gruppen zusammenarbeiten. Sie würfeln und überlegen ein Ereignis, das zu diesem Gefühl passen kann. Wenn sie hier nicht von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen sprechen möchten, ist das auch in Ordnung. Dann sollen sie versuchen eine Situation zu erfinden, in der dieses Gefühl eine Rolle spielt. Ich arbeite aber auch in die Gegenteilige Richtung mit ihnen: Mit Hilfe der Situationskärtchen sollen die Schüler sich in die Situation hineinfühlen und überlegen, wie sich diese Person gerade fühlen könnte und ein passendes Gefühl dazu finden. Auch hier können die Kinder entweder in Gruppen arbeiten und die Situationen gegenseitig vorlesen, oder aber auch im Klassenverband. Da gibt es die Möglichkeiten, dass zB. jedes Kind ein Situationskärtchen bekommt und vorliest oder die Lehrperson liest die Kärtchen vor.

Um verschiedene Gefühle zu wiederholen und sich auch über eigene Gefühle klar zu werden, arbeite ich dann mit dem Flip-Book weiter. Hier haben die Kinder unterschiedlichste Übungen zum Erkennen von Gefühlen, zuordnen zu negativen und positiven Gefühlen und eigenen Gefühlserlebnissen bzw. die der Klassenkameraden. Das Flip-Book, den Würfel, die Situationkärtchen, die Bild- und Wortkarten sowie weitere spielerische Übungen findet ihr in meinem Materialpaket zum Thema Gefühle.

Gefühle im Kunstunterricht

Auch mit Bilderbüchern kann man zu diesem Thema gut arbeiten. Für den Kunstunterricht ziehe ich hier immer das Buch „Heute bin ich“ heran. Über die Dokumentenkamera habe ich den Kindern die Bilder der Fische so gezeigt, dass sie das danebenstehende Gefühl nicht sehen konnten. Sie sollten erst einmal selbst raten, welches Gefühl hier dargestellt werden könnte. Wir haben dann auch einige dieser Fische analysiert. Wann sind die Linien eher verwirrend und ungerade? Wie sind die Farben der Fische? Wie sehen die Augen / der Mund aus? Im Anschluss – ihr könnt es euch bestimmt schon denken – sollten die Kinder selbst Fische zeichnen, die ein Gefühl widerspiegeln. Wir haben hier auf schwarzem Papier mit Pastellkreiden gearbeitet. Am Schluss durften die Kinder im Sitzkreis ihre Fische zeigen und die anderen Kinder raten lassen, welches Gefühl er darstellen soll.

Feelings im Englischunterricht

Nach Erarbeitung der englischen Vokabeln und einigen Übungen zur Vertiefung in Form von Spielen (Blogpost: Vokabelspiele für den Englischunterricht) und Arbeitsblättern habe ich die Kärtchen aus meinem Gefühle-Paket auch genutzt, um die Kinder zu einer Speaking-Activitiy zu motivieren. Ich habe die gelernten Gefühle herausgesucht und mehrfach ausgedruckt (ca. 5 unterschiedliche Gefühle). Jedes Kind zieht dann ein Kärtchen und überlegt, welches Gefühl es bekommen hat. Nun gehen die Kinder in der Klasse herum und fragen sich gegenseitig „How are you?“ oder „How are you feeling today?“. Die Kinder antworten dann in einem ganzen Satz mit dem Gefühl, das sie gezogen haben.

 

Auch im Englischunterricht kann man super mit Kinderbüchern arbeiten. Hierzu möchte ich euch zwei Kinderbücher zeigen (die ich bereits in meinem Blogpost zu englischen Kinderbüchern vorgestellt habe), die aufgrund ihres unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades für 1./2. Klasse bzw. 3./4. Klasse eingesetzt werden können.

 

The way I feel

Im Buch "The way I feel" werden in Reimen Situationen geschildert, wann oder warum man welches Gefühl verspürt und regt die Kinder somit an, selbst darüber nachzudenken, wann sie ein Gefühl empfinden. Da der Text nicht so einfach geschrieben ist, ist es eher für die 3. und 4. Klasse geeignet. Ich finde das Buch super, da es wirklich viele unterschiedliche Gefühle aufgreift und habe diese Englischeinheiten mit dem Sachunterrichtsthema Gefühle verbunden.

 

Mr. Panda’s Feelings

Zugegeben zum Buch "Mr. Panda's Feelings" habe ich in erster Linie wegen dem Panda gegriffen, aber ich kann es euch trotzdem sehr empfehlen, da auf einfache und verständliche Weise auf unterschiedliche Gefühle eingegangen wird. Mr. Panda fragt seine Freunde, wie sie sich fühlen und die Tiere antworten in einem einfachen Satz mit dem Gefühl und der Begründung dazu. Somit ist das Buch im Gegensatz zu „The way I feel“ auch schon für die Kleinen geeignet.

 

Solltet ihr noch Ideen haben, wie man das Thema Gefühle mit den Kindern gut erarbeiten kann oder Buchempfehlungen habt, dann gerne in die Kommentare damit. So können wir uns gegenseitig inspiriere 😊

 

Alles Liebe,

Kathi

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